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20 Dez

verteiltes Rechnen auf Grafikkarten – erster Test

Nachdem jetzt doch recht zügig die GPU-Version von Seti@home veröffentlicht wurde habe ich mir auch gleich mal den neuesten BOINC Client installiert und suche nun auch mit meiner Grafikkarte nach Ausserirdischen Signalen. Wie bereits letzte Woche erwähnt ist BOINC jetzt auch für NVidia Grafikkarten verfügbar. Dazu muss man nur eine entsprechende Grafikkarte und den neuesten CUDA-Treiber installiert haben. Mein Laptop besitzt zu meinem Erstaunen eine solch CUDA-fähige Grafikkarte und so habe ich das gleich mal getestet.

Bei der Installation des neuen BOINC Clients kommt dann gleich die erste Einschränkung die diese Verbesserung mit sich bringt. Es ist nicht mehr möglich den Client als Dienst zu installieren (unter Windows). Jeder muss jetzt selbst nach dem starten des Rechners sicherstellen das sich ein Benutzer anmeldet und der BOINC Manager gestartet wird. Das gibt unter Vista noch ein paar Schwierigkeiten. Wer die Benutzerkontensteuerung (UAC) nicht deaktiviert hat bekommt beim Start des Managers ein Fenster angezeigt in welchem man den Start bestätigen muss. Das lässt sich aber umgehen, mehr dazu in einem anderen Beitrag.

Nachdem ich das also hinbekommen hatte und die ersten Arbeitspakete vom Server in Berkeley heruntergeladen wurden funktionierte alles sehr gut. Mein Centrino rechnet also jetzt ständig 2 Pakete für Einstein@home (DualCore) und ein Paket für Seti@home mit der GPU (GeForce 8600M GT). Während des Normalbetriebs, z.B. dem Schreiben dieses Beitrags, kommt es dadurch eigentlich nicht zu Beeinträchtigungen. Der Lüfter ist allerdings noch etwas lauter als vorher aber das stört mich persönlich eher weniger.

Dann wollte ich wissen was passiert wenn ich neben Seti@home auch noch ein grafisch aufwändiges Spiel starte und so die GPU richtig belaste. Beim ersten Spiel (Sins of a Solar Empire) klappte das wunderbar. Es gab keine Wackler/Ruckler oder Einschränkungen in der Spielgrafik. Beim zweiten Spiel (The Elder Scrolls IV: Oblivion) war das allerdings anders. Hier hat die Grafik ziemlich geruckelt und auch der Mauszeiger ließ sich nicht wie gewohnt bedienen. Nachdem ich dann BOINC pausiert habe lief natürlich alles in der bekannten Geschwindigkeit. Hier muss man also vorher testen mit welchen Spielen der CUDA-Treiber Probleme hat und mit welchen nicht und dann entsprechend BOINC pausieren oder laufen lassen. Aber dann auch nicht vergessen nach dem Spielen die Pausierung wieder aufzuheben.

In der oben verlinkten Pressemitteilung ist auch die Rede von zwei anderen Projekten welche mit der NVidia CUDA Plattform rechnen wollen.

GPUgrid.net hat bereits eine lauffähige Anwendung und berechnet Proteinstrukturen für die Universität Pompeu Fabra, Barcelona, nicht nur ausschließlich mit Grafikpower sondern auch mit den CELL-Prozessoren der Playstation 3.

Einstein@home hat noch keine freigegebene Version für Grafikkarten aber durchsucht bereits Ihren Datenbestand nach Gravitationswellen, Pulsaren und Schwarzen Löchern mit Hilfe normaler CPU’s.

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