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23 Okt

5. BOINC Workshop Barcelona – Tag 2

Der zweite Tag des BOINC Workshops hatte es nochmal richtig in sich und hielt gleich zwei Weltneuheiten bereit. Als erstes wurde das Thema Virtualisierung der wissenschaftlichen Anwendung in einiges Vorträgen näher erläutert und die aktuelle Entwicklung auf diesem Gebiet aufgezeigt. Nach der Kaffeepause hat Daniel Lombrana den ersten BOINC-Client auf einem USB-Stick vorgestellt. Mit diesem vorinstallierten und projektbezogenen Client wird es allen Projekten ermöglicht auf eine einfache Weise die ungenutzte Rechenleistung von Computern zu nutzen. Dazu muss nur der USB-Stick an einen Computer angeschlossen werden und die Berechnung startet. Der Stick ist allerdings momentan nur für Windows XP und Linux Distributionen mit Gnome Oberfläche erhältlich. Auf Windows Vista funktioniert die benötigte Autostart-Funktion nicht und führt zu einem Abbruch. Dieser Prototyp verbindet sich automatisch zum extremadurathome.org Projekt welches außerdem auch ein sehr schönes Video zum Thema Verteiltes Rechnen bereitstellt.

Danach gab es eine Präsentation eines Universitären Supercomputers der päpstlich katholischen Universität von Peru. Genghis Rios Kruger zeigte wie er und seine Mitarbeiter BOINC einsetzen um ein Grid aus ungefähr 500 Computern der Universität zu bilden. Das interessante hier ist das die Wissenschaftler eine einfache web-basierte Oberfläche zur Verfügung gestellt bekommen um Arbeitspakete für die Rechner zu erzeugen und die Ergebnisse der Berechnungen abzurufen. Diese Funktion wird in der nächsten Zeit weiterentwickelt und möglicherweise in das vorhandene BOINC Framework einfließen. Zumindest ist vorstellbar das der Quellcode veröffentlicht wird und somit anderen Projekten zur Anpassung zur Verfügung steht.

Die zweite Neuheit war das Projekt von Michael Weber von der Universität Marburg welches sich mit der Erforschung von RNA beschäftigt. Dieses Projekt wird mit Hilfe des Vereins Rechenkraft.net e.V. betrieben und ausschließlich von Freiwilligen ohne Geldmittel von außen betreut.

In der Mittagspause waren wir wieder im gleichen Restaurant wie schon am ersten Tag und es war wieder fantastisch. Ich möchte deshalb hier das Restaurant für zukünftige Barcelona Besucher einmal erwähnen: Das Carmelitas in der Carrier del Carme ist ein sehr guter Platz um Mittag zu essen!

Am Nachmittag waren dann einige Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen angesetzt und es wurde über die zukünftigen Änderungen am BOINC Framework diskutiert. Hauptsächlich wie man neue Sachen wie virtuelle Anwendungen und leicht bedienbare Oberflächen für Wissenschaftler einbinden kann. Die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen sind auf der Wikiseite des Workshops nachzulesen. Dort sind auch die Folien der Vorträge abrufbar (einige fehlen noch, doch die sollten auch bald abrufbar sein).

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